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Heiner Backhaus trainiert Rot-Weiß Koblenz

Heiner Backhaus ist nicht der Typ, der sich gerne in ein gemachtes Nest setzt. „Ich mag Projekte, bei denen man viel Arbeit leisten muss“, sagt der 38-Jährige, der zuletzt bis Mitte Februar beim Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach auf der Bank saß. Eine solche Aufgabe nimmt er nun bei Rot-Weiß Koblenz an. Der Wittener unterschrieb beim Südwest-Regionalligisten am Montag einen Ein-Jahres-Vertrag mit dem Ziel, den Klassenverbleib auf dem sportlichen Weg zu schaffen, nachdem die Koblenzer diesmal nur aufgrund des Corona-bedingten Abbruchs der Liga dem Abstieg entgangen waren. „Es ist vielleicht sogar mehr Arbeit denn je zuvor. Wir sind der Außenseiter schlechthin und damit gleichzeitig auch in einer angenehmen Situation. Diese Rolle nehme ich gerne an“, sagt Backhaus, der sich auf eine spannende Herausforderung freut.
Die Tinte unter dem Vertrag ist kaum trocken, da begann der ehemalige Zweitliga-Spieler (Kickers Offenbach, Union Berlin, Hannover 96) bereits mit der Kaderplanung. „Wir wollen eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen mit Leuten, die auf dem Platz alles für das Wappen auf ihrem Trikot tun und den Fans nach dem Spiel in die Augen schauen können“, sagt Backhaus, der bei der Akquise von möglichen Neuzugängen auch auf die Kontakt aus seiner Vergangenheit setzen möchte. Sein Anforderungsprofil formuliert der Westfale deutlich: „Ich setze auf Spieler, die für den Fußball leben und natürlich auch auf diejenigen, die sich im Verein große Verdienste erworben haben.“ Christian Noll kann sich jedenfalls auf ein Trainer-Gespann freuen, das sich blind versteht. „Wir sind froh, dass wir mit Heiner Backhaus einen sehr erfahrenen Trainer verpflichten konnten und sind fest davon überzeugt, dass er zu Rot-Weiß passt“, sagt der Sportliche Leiter der Koblenzer. A-Lizenz-Inhaber Backhaus, der die Nachfolge von Akin Kilic antritt, wird von Manuel Moral Fuster assistiert. Ein Duo, das schon bei Inter Leipzig und dem BSV Rehden erfolgreich zusammen gearbeitet hat. „Zwei Trainer, bei denen sich 24 Stunden am Tag alles um Fußball dreht, und die jeden Spieler besser machen können“, weiß Noll. Fuster, der nach der Trennung von Fatih Cift im Herbst das Amt des Cheftrainers beim Neu-Regionalligisten übernommen hatte, fungiert in der kommenden Saison als Co-Trainer. „In dieser Konstellation können beide ihre Stärken optimal ausspielen“, hebt Noll hervor.
Die Trainerposition ist geklärt, jetzt konzentrieren sich die Rhein-Mosel-Städter auf die Zusammenstellung des Kaders, was in dieser Sommerpause aufgrund der Corona-Situation einen besonderen Charakter erfahren wird. Backhaus: „Ich erwarte eine heiße Transferphase, in der viele Vereine vorsichtig agieren werden. Man muss etwas pokern, darf sich aber auch nicht verzocken und sollte sich durchaus bis kurz vor dem Ende der Transferperiode noch Kapazitäten offenhalten, um dann noch einen oder zwei Unterschiedsspieler holen zu können.“ Die Koblenzer Mannschaft, die die erste Regionalliga-Saison des Vereins absolvierte, sah Backhaus zweimal: beim 1:1 in Steinbach und bei der Niederlage in Saarbrücken. „Es gab im Laufe der Saison riesige Leistungsunterschiede. Da müssen wir den Hebel ansetzen“, erklärte der Neue auf der Rot-Weiß-Bank.

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